Aktuelles Pressemitteilung

Beate Schlupp: Die Zukunft der Weidetierhaltung darf nicht dem Zufall überlassen werden

Auf Antrag der CDU-Fraktion wurde heute im Landtag die Zukunft der Weidetierhierhaltung thematisiert. Hierzu erklärt die CDU-Abgeordnete, Beate Schlupp:

„Die zur Verfügung stehenden Weideflächen in Mecklenburg-Vorpommern schrumpfen Jahr für Jahr – durch erneuerbare Energien, Paludikulturen und Aufforsten ist inzwischen eine regelrechte Flächenkonkurrenz entstanden. Zusätzlicher Druck entsteht durch den Artenschutz, etwa dadurch, dass die Gefahr für Weidetiere durch die unkontrolliert anwachsende Wolfspopulation steigt.

Wir brauchen deswegen dringend ein Maßnahmenpaket mit dem Ziel, die Weidetierhaltung weiterhin sinnvoll zu ermöglichen. Geschieht dies nicht, werden viele Weidetierhalter, insbesondere Schaf- und Ziegenhalter, aufgeben. Bedenkt man, dass die Weidetierhaltung im Rufe steht, ökologisch und unter Tierwohlgesichtspunkten besonders vorteilhaft zu sein, ist es umso unverständlicher, dass die Sicherung der Weidetierhaltung auf der politische Agenda keine Rolle zu spielen scheint.

In den letzten fünf Jahren hat sich die Zahl der Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern verfünffacht, gleichzeitig steigt die Zahl der Wolfsrisse. Die derzeitige politische Antwort auf dieses Phänomen lautet: Halbherziger ‚Schadensausgleich‘ für gerissene Tiere und die Aufforderung, noch mehr Zäune zu errichten, anteilig auf eigene Rechnung. Ich halte diesen politischen Ansatz für sehr fragwürdig, zumal er bei einer weiter steigenden Zahl an Wolfsrudeln schnell an seine Grenzen geraten wird. Die Weidetierhalter erwarten daher zurecht, dass die Politik die Zukunft der Weidetierhaltung nicht länger dem Zufall überlässt.“

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