Aktuelles Pressemitteilung

Beate Schlupp: Hohe Erwartungen an landwirtschaftliche Nutzflächen – aber weit und breit kein Konzept

10.000 ha landwirtschaftliche Nutzfläche in Landesbesitz sollen nach dem Willen des Landwirtschaftsministeriums in den kommenden sechs Jahren aufgeforstet werden. Mit Blick auf den Hinweis des Bauernverbandes, dem Landwirtschaftsministerium mangele es bei seinen Wiederaufforstungsplänen an Weitsicht, erklärt die CDU-Abgeordnete, Beate Schlupp:

„10.000 ha entspricht ungefähr der Fläche der Stadt Dargun. Mecklenburg-Vorpommern ist zwar ein relativ waldarmes Land, das kann aber aus meiner Sicht nicht der Anlass dafür sein, landwirtschaftliche Fläche permanent zu verkleinern – zumal durch Pläne zur Vernässung und Versiegelung auch an anderer Stelle schon Begehrlichkeiten bestehen, Nutzfläche zu reduzieren. Wenn zugleich die Biolandwirtschaft wächst, sinken auf den entsprechenden Flächen zusätzlich auch noch die Erträge.

Soll aber die Nahrungsmittelproduktion unter den zuvor geschilderten Bedingungen quantitativ ungefähr gleichbleiben – und die Pandemie hat gezeigt, dass die Versorgung mit Nahrungsmitteln im Krisenfall anspruchsvoll zu organisieren ist – dann nimmt der Druck auf konventionell wirtschaftende Landwirte zu, besonders ertragreich zu produzieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es neuerdings politischer Wille ist, auf sinkender Fläche hohen Ertragsdruck zu erzwingen – mit all seinen ökologischen Folgen. Ich vermisse ein Konzept, aus dem hervorgeht, wie Mecklenburg-Vorpommern langfristig mit offenkundigen politischen Zielkonflikten in der Landwirtschaftspolitik umzugehen gedenkt.“

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