Aktuelles Pressemitteilung

Beate Schlupp: Der Versuch, den Wolf mit Verordnungen zu Tode zu erschrecken, wird scheitern

Auf Antrag der CDU-Fraktion hat sich der Landtag heute mit dem identifizierten Problemwolf auseinandergesetzt, der in Mecklenburg-Vorpommern und in Schleswig-Holstein schwere Schäden angerichtet hat. Hierzu erklärt die Abgeordnete, Beate Schlupp:

„Die heutige Aussprache hat es eindrucksvoll gezeigt: Unser Recht ist dringend anpassungsbedürftig, um die wachsende Wolfspopulation zu begrenzen. Doch damit nicht genug:

Nicht nur, dass die Rechtsauffassung des Landwirtschaftsministeriums neuerdings ist, für die Erteilung von Genehmigungen zur Entnahme des Wolfes gar nicht zuständig zu sein; wenn ein Jäger entgegen aller Wahrscheinlichkeit tatsächlich die Genehmigung zur Entnahme des Wolfes bekommt, dann soll er – wenn wir dem Beispiel von Schleswig-Holstein folgen würden – mitten im Wald mithilfe seines Smartphones informiert werden, ob der Wolf noch im Revier ist oder bereits erlegt wurde. Für mich ist das ein einziges Trauerspiel. Der Versuch, den Wolf mit Verordnungen zu Tode zu erschrecken, wird scheitern.

Der österreichische Bundeskanzler Fred Sinowatz hat, als seinerzeit innenpolitische Skandale aufgearbeitet werden mussten und ihm die Ausreden ausgingen, in einer Regierungserklärung den denkwürdigen Satz gesagt: ‚Ich weiß, das klingt alles sehr kompliziert.‘ Was schlau und souverän klingen sollte, war nichts anderes als ein politischer Offenbarungseid. Der Landwirtschaftsminister hat heute in sehr ähnlicher Weise agiert.“

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