Aktuelles Pressemitteilung

Beate Schlupp: Problembewusstsein ist im Landwirtschaftsministerium nach wie vor unterausgeprägt

Wie das Schleswig-Holsteinische Landwirtschaftsministerium gestern informierte, hat sich ein identifizierter Problemwolf aus Schleswig-Holstein in der Nähe von Schwerin niedergelassen. Für den Wolf lag in Schleswig-Holsteine eine Abschussgenehmigung vor, der Wolf hatte zuvor zahlreiche Nutztiere gerissen und war auch durch Zäune etc. nicht fernzuhalten. Hierzu erklärt die Abgeordnete, Beate Schlupp:

„Ich finde es sehr befremdlich, dass ich vom Umweltministerium eines Nachbarbundeslandes darüber informiert werde, dass sich ein identifizierter Problemwolf bei uns niedergelassen hat. Mehr noch, gegenüber dpa teilt unser Ministerium irgendwann mit, es werde noch geprüft, ob die Situation bei uns mit der in Schleswig-Holstein vergleichbar sei, sprich, ob man eine Genehmigung zur Entnahme des Wolfes erteilen könne. Ich finde diese Erklärung einigermaßen drollig, der Wolf wird kurz hinter Lübeck sicher nicht spontan zum Veganer geworden sein, und an der Expertise des Ministeriums in Schleswig-Holstein bestehen auch keine begründeten Zweifel. Insofern frage ich mich, was unser Ministerium da noch groß prüfen will.

Abgesehen davon: Wenn man der Bevölkerung schon zumutet, mit Raubtieren zusammenleben zu müssen, dann ist Transparenz das Gebot der Stunde. Was das angeht, ist bei unserem Ministerium nach wie vor sehr viel Luft nach oben. An dieser Stelle mahne ich erneut eine öffentlich einsehbare Gen-Datenbank an, aus der klar ersichtlich wird, auf welchen Wolf die Schäden zurückzuführen sind. Dass hier nach wie vor ‚Heimlich & Co.‘ gespielt wird, ist nicht nachvollziehbar.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.