Aktuelles Pressemitteilung

Beate Schlupp: Tierhaltern Nachlässigkeit zu unterstellen ist unverfroren

Medienberichten zufolge werden die Wolfsrudel in Mecklenburg-Vorpommern zahlreicher, zudem wachsen die Rudel.

In gleichem Maße wächst die Zahl der Wolfsrisse. Hierzu erklärt die Abgeordnete, Beate Schlupp: „Dass das Landwirtschaftsministerium angesichts wachsender Zahlen bei Nutztierrissen den Tierhaltern rät, ihre Tiere einfach besser zu schützen, finde ich ziemlich mutig. Nächstens empfiehlt der Landwirtschaftsminister Opfern von Taschendiebstählen, künftig besser aufzupassen. Den Tierhaltern unzureichenden Schutz der Tiere vorzuwerfen, ist insbesondere vor dem Hintergrund verfehlt, dass die Aufwendungen bis heute nicht zu 100 Prozent erstattet werden. Eine seit langem angekündigte Richtlinie lässt weiter auf sich warten. Niemand würde investieren, wenn er davon ausgeht, dass er in Kürze alle Kosten erstattet bekäme. Da sind die Tierhalter keine Ausnahme.
Zudem beschäftigt sich das Ministerium nach wie vor nur damit, die steigende Zahl der Wölfe zu registrieren, statt aktiv zu handeln und die jetzt auch durch den EuGH aufgezeigten Möglichkeiten der aktiven Bestandsregulierung auszuschöpfen. Bisher werden die Betroffenen landesseitig also nicht in dem Maße unterstützt, wie es möglich wäre. Dann aber noch die Verantwortung für Schäden auf sie abzuwälzen, ist unangemessen und unfair.“

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