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19.12.2017, 15:51 Uhr
Beate Schlupp: EU muss Voraussetzungen für Bibermanagement schaffen
Angesichts der jüngsten Berichterstattung über Maßnahmen zur Sicherung des Bahndammes bei Löcknitz erklärt die Artenschutzpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Beate Schlupp, dass Regelungen für ein effizientes Bibermanagement überfällig sind. Sie sagte weiter: „Es ist nicht länger hinnehmbar, dass aufgrund der Entwicklung des Biberbestandes Gefahren durch Schäden an der Infrastruktur wie Straßen und Gleiskörper, entstehen. Fest steht, dass der Biber in Mecklenburg-Vorpommern schon lange den guten Erhaltungszustand gemäß der FFH-Richtlinie erreicht hat. Dies wurde bereits seitens des Bundesumweltministeriums bestätigt. Nun muss ein Antrag der Landesregierung erfolgen, um den Biber aus dem Anhang IV der FFH-Richtlinie in den Anhang V zu übertragen. Nur so kann ein effizientes Bibermanagement erfolgen. Das ist bisher vom Bundesumweltministerium abgelehnt worden. In Anbetracht der jüngsten Äußerungen des zuständigen EU-Kommissars zum Artenschutz, wonach ein guter Zustand einer Art erst erreicht ist, wenn die Population europaweit einen guten Erhaltungszustand erreicht hat, sehen die Erfolgsaussichten eines solchen Antrages auch eher schlecht aus. Aus diesem Grund habe ich den zuständigen Kommissar, Herrn Hogan, angeschrieben und für die Notwendigkeit geworben, praxistaugliche Vor-Ort-Entscheidungen zu ermöglichen. Wenn europäische Vorgaben zu überproportionalen Belastungen in einer Region führen, leidet auch die Akzeptanz für die Europäische Union.
Foto: Beate Schlupp, MdL
Unabhängig davon muss endlich ein Erlass durch das zuständige Landesministerium erarbeitet werden, der ein schnelles Eingreifen der Unteren Naturschutzbehörden ermöglicht und klare Vorgaben für die Entnahme oder Tötung macht. Ohne entsprechende europäische Vorgaben bleibt das allerdings nur ein "Kurieren der Symptome", ohne die eigentlichen Ursachen anzugehen. Infrastruktur, aber auch Pflanzungen von Bäumen und Hecken, die dem Schutz vor Bodenerosion, dem Küstenschutz (Wellenschlag), aber auch dem Artenschutz dienen, dürfen nicht durch stetig wachsende Biberpopulation gefährdet werden. Solange die Verantwortung zwischen den verschiedenen Ebenen hin und her geschoben wird, haben wir Stillstand in Sachen praxistauglicher Umgang mit geschützten Arten insgesamt, der für mich schon längst nicht mehr akzeptieren ist.“


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